Geschichten hinter der Chef Alps-Bühne

Die Chef Alps 2019 wirft ihren langen Schatten voraus. Zeit für einen humoristischen Blick hinter die Kulissen der grossen Bühne vom letzten Jahr, wo sich die Stars auf ihren Auftritt vorbereiten…

Steht ein Spitzenkoch auf der Bühne, will er, wie in seiner Küche, nur das Beste geben. Dass der Weg dahin manchmal steinig ist, zeigt der Blick hinter die Kulissen. Und da habe ich zum Glück Zutritt. Beobachtungen eines zwischendurch unterbeschäftigten Moderators hinter und neben der Bühne.

Zack zack..

Ryan Clift, begnadeter Küchen- und Barrocker aus Südwestengland, würde man eigentlich auf den ersten Blick eher der antiautoritären, aufmüpfigen Klientel zuordnen. Weit gefehlt! Kein anderer schlug bei den Vorbereitungen backstage einen annähernd so militärisch klaren Ton an wie er. Dieses Zack, Zack, Zack würde auch bestens zu preussischen Tugenden passen… Sorry, old England!

Oh weh zum Ersten…

Nehmen wir Massimo Bottura, nebenbei intergalaktischer Superkoch und hauptamtlicher Philanthrop mit viel Kunstverständnis. Als der Arme backstage etwas grippig auf seinen Auftritt wartet, verlangt er nach einem Tee. Dieser wird ihm immerhin von einem ehemaligen Teamchef der Schweizer Koch Nationalmannschaft vorbereitet. Ok, dieser giesst das Wasser nicht auf und prompt verlangt Massimo, dass er doch dieses nachzuholen habe. Darauf rauscht ein Mitarbeiter Botturas vorbei und flüstert: «Mach ihm etwas Spülmittel in den Tee!» So, als möchte er seinen Chef für seinen Anflug von Wehleidigkeit büssen. Natürlich wurde dieses Anliegen entschieden zurückgewiesen oder so…

 

…und oh weh zum Zweiten

A propos Wehleidigkeit: «Shock-o-latier» Dominique Persoone ist kein Kind von eitel Traurigkeit. Sieht und hört man ihn über die Bühne taifunen, würde man kaum denken, dass dieses vor Testosteron strotzende und in Schockolade gegossene Abbild eines Mannes auch ganz anders kann. Als er gegen neun Uhr morgens mit Kleinstaugen und tief gebückt zum Spät-Stück erscheint, bleibt er dem ersten Kellner jegliche Antwort zum Thema Kaffee schuldig um dem zweiten mit beinahe blütenhaft sanfter Stimme zu erklären: «Ich bin wie eine Blume, die sich am Morgen nur gaaaanz langsam öffnet…» 30 Minuten später sollen sich zumindest die Augen tatsächlich geöffnet haben.

 

Kurz, kürzer, Irka…

Jungstar Harald Irka wird neben einem absoluten Sinn für Geschmack auch ein ausserordentlich ausgeprägter Hang zur Wortkargheit nachgesagt. Daher kurz das Gedächtnisprotokoll aus dem Vorgespräch hinter der Bühne. Moderator: «Gibt es ein Ziel oder ein Projekt, auf das ich dich besonders ansprechen soll?» Harald: «Woas?» Moderator: «Soll ich dich während der Präsentation mit Fragen begleiten oder machst du dein Ding?» Harald: «Des Zwoate!» Moderator: «Wie viele und welche Gerichte wirst du uns zeigen?» Harald: «Fünfe.» Moderator: «Gibt es Fragen, die du gar nicht magst?» Harald. «Foalsche!» Moderator: «Dann viel Vergnügen!» Harald: «Geht scho!» Das Leben kann so einfach sein!

Der Rest der Chef-Alps-Köche benahm sich vorbildlich… oder sind ihre Geschichten vielleicht ganz einfach zu exklusiv, um erzählt zu werden?
Wer weiss? 

Bin gespannt, welche Hinterderbühnegeschichten sich 2019 entdecken lassen…

Mehr zum Thema Moderation gibt es hier.

Hier geht es zur Ausgabe Chef Alps 2019!

 

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