TOURISTEN SUCHEN SICHERHEIT, STABILITÄT UND SCHÖNHEIT

Das Bild zeigt eine Luftaufnahme des Bergdorfes Bellwald, wo Moderator Waldemar Schön ein Podiumsgespräch leitete
Wie geht es weiter mit dem Berg- und Tourismusdorf Bellwald?

Vom Bergdorf zum Tourismusort: So lautete das Thema der Podiumsdiskussion in Bellwald. Bahnsanierer Peter Furger, Bahnpräsident Andreas Wyden, UNESCO-Manager Beat Ruppen und Bauer Elmar Schmid Diskutieren unter der Leitung von Moderator Waldemar Schön. 

 

Der Rückblick auf die Entwicklung des Ortes Bellwald zeige Sonnen- und Schattenseiten, brachten es die Podiumsteilnehmer auf den Punkt. Auf der einen Seite habe Bellwald innert kürzester Zeit den Sprung vom selbstversorgenden Bauerndorf hin zum Dienstleister geschafft. Auf der anderen Seite seien der Charakter des Dorfes als Gemeinschaft völlig verändert worden.

 

Endlich zusammenarbeiten

Entscheidend sei nun, für die Zukunft die Weichen richtig zu stellen. Man müsse auf die regionale und überregionale Zusammenarbeit mit anderen Anbietern zu setzen, waren sich die Podiumsteilnehmer einig. Die Zeit sei endgültig vorbei, wo man sich in einem globalisierten Markt alleine durchschlagen könne.

 

Wir bieten die drei S

Peter Furger brachte es auf den Punkt: „Weltweit suchen betuchte Touristen die drei S: Sicherheit, Stabilität in Politik und Wirtschaft und Schönheit. Wo sonst als in der Schweiz kann man diese Kombination finden?“, stellte er gegenüber Moderator Waldemar Schön in den Raum. Mit derzeit 1,3 Milliarden Touristen sei diese Branche die am schnellsten wachsende Industrie weltweit. Da müssten die Schweiz und Wallis sich einen schönen Teil abschneiden.

 

Aber wie, stellte sich die Frage. Indem jeder Anbieter über den eigenen Gartenzaun hinausschaue. „Wir müssen unsere Berge viel stärker und gezielter inszenieren auch mithilfe neuer, moderner Bahnanlage. Das gilt nicht nur für den Wintertourismus sondern vor allem für den Sommertourismus.“

 

An nächste Generation denken

Beat Ruppen doppelte nach: „Es ist jetzt höchste Zeit, die Zusammenarbeit nicht nur zu beschwören sondern auch zu leben. In Fiesch und Blatten werden neue Bahndirektoren installiert, statt das gesamte Gebiet unter eine Führung zu stellen. Das Beispiel des UNESCO-Zentrums in Naters zeigt, dass sich Gemeinden und Regionen erfolgreich auf gemeinsame Projekte einigen können.“

 

Andreas Wyden widersprach nicht. Er stellte aber die Realität für einen kleinen Anbieter wie Bellwald in den Vordergrund: „Die Mittel für einen grossen Wurf in Sachen Infrastruktur fehlen in kleinen Stationen. Wir müssen uns daher noch mehr Mühe geben, den Gast vor Ort bestmöglich zu behandeln. Dessen Bedürfnisse wollen wir vollumfänglich abdecken.“

 

Bauer Elmar Schmid brach die Diskussion auf das Wesentliche herab: „Wir müssen es schaffen, uns zusammenzureissen und vollen Einsatz für die weitere Entwicklung der Branche zu leisten. Sonst wird die nächste Generation wieder gezwungen sein, die Bergdörfer zu verlassen.“ Diesem Appell stimmten Podiumsteilnehmer und Publikum gleichermassen zu.

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